Windows 2015

Letztes Wochenende musste ich für meine Freundin Windows 8.1 auf ihrem Mac installieren.

Zu allererst war ich erstaunt, wie schnell einem erlaubt wurde, die Software über den Microsoftstore zu kaufen. Stringenz und Nutzerfreundlichkeit ist man ja nun aus Redmond wahrlich nicht gewohnt. Dieser Eindruck revidierte sich dann auch sofort, nachdem ich den Downloadbutton gedrückt hatte. Anstatt das Betriebssystem-Image zu laden, gab man mir eine .exe-Datei, die dann widerum den Download ausführen sollte. Eine .exe-Datei auf einem Mac. Aha! Ich dachte mir dann: „Das muss ja auch anders gehen.“ Aber falsch gedacht. Nach vielem Googlen und DuckDuckGoen und dem Besuch von bestimmt vier verschieden Downloadseiten auf der Microsoftwebsite (die alle keinen Downloadlink enthielten (slowclap)), durfte ich feststellen, dass es nicht möglich ist auf einem Computer, auf dem kein Windows installiert ist, Windows zu installieren.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Man kann kein Windows ohne Windows installieren. Das ist, als könne man nichts im Supermarkt einkaufen, weil man einen leeren Kühlschrank hat. Es ist tatsächlich einfacher ein Unix oder Linux auf einem Computer zu installieren, als das Betriebsystem des Marktführers. Das Geschäftsmodell von Microsoft ist das Verkaufen von Software. Aber wenn ich nicht schon ihre Software besitze, kann ich ihre neue nicht installieren?

Ich hab es dann letztendlich natürlich geschafft Windows zu installieren, da ich noch Leute in meiner Umgebung habe, die noch Windowsbüchsen rumstehen haben.

Als Firma davon auszugehen, dass alle sowieso ihr OS zuhause haben und benutzen, könnte dann tatsächlich über kurz oder lang dazu führen, dass es weniger Leute haben.

Ein Gedanke zu „Windows 2015“

  1. Hätteste mal Windows 7 genommen. Lizenzen kosten nicht viel und die (offiziellen) ISOs für jegliche Fassung finden sich auch leicht. Habe ich schon mehrmals gemacht. Es sei denn natürlich, man braucht unbedingt Windows 8 (wofür auch immer).

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