Zustand gebrauchter Konsolenspiele

tl;dr: Verkauft im Internet keinen verdreckten Kram und macht die Sachen vorher sauber, die ihr loswerden wollt.

Wer mich kennt, weiß, dass ich hin wieder gerne alte Spiele spiele. Hauptsächlich alte SNES-Spiele. Die kaufe ich mir meistens auf Amazon, da es immer wieder den einen oder anderen Klassiker gibt, den ich in meiner Kindheit irgendwie verpasst habe.

Alles schön und gut. Allerdings habe ich ein Problem mit dem Zustand der SNES-Titel, die dort gebraucht verkauft werden. Selbst wenn der beschriebene Zustand „gut“ oder gar „sehr gut“ ist, sind die Spiele meist mittelmäßig bist stark verdreckt. So auch letztens, als ich mir „Yoshis Island – Super Mario World 2“ kaufte. Laut Verkäufer hatte der Artikel folgenden Zustand: Gebraucht – Gut

Hier mal ein paar Bilder, wie das Spiel bei mir ankam:

Ich bin jetzt bestimmt kein Putzteufel oder Sauberkeitsfanatiker. Aber das ist echt ekelhaft und eine Frechheit. Dieses Spiel ist in keinem guten Zustand! Es ist einfach nur verdreckt. Und das lächerliche: Nach einer Minute mit einem Taschentuch und Desinfektionsmittel war das Modul wieder tadellos. Solche Erlebnisse hatte ich schon öfter und ich finde es ziemlich erbärmlich, dass man das Spiel, den Controller oder was man auch verkaufen will, nicht mal kurz vorher sauber macht. Da braucht man sich dann als Verkäufer über eine schlechte Bewertung auf Amazon nicht wundern.

(Immerhin funktioniert das Modul)

Providereinstellungen und Bluetooth

Vor (ich glaube) zwei Tagen meldete sich mein iPhone und wollte die Providereinstellungen updaten. Ich erlaubte es. Heute morgen fiel mir auf, dass ich plötzlich nun die Möglichkeit habe den personal hotspot zu verwenden. Ich bin Congstar-Kunde und mich hat es schon immer aufgeregt, dass Congstar das Tethering mit ihren Mobilfunkverträgen nicht gestattete. Jetzt weiß ich nicht, wem ich zu danken habe? Congstar, weil sie eingesehen haben, dass es idiotisch ist Tethering zu verbieten oder Apple, weil sie das Feature einfach freigeschaltet haben. Ich freue mich auf jeden Fall.

Wer mir auf Twitter folgt, der weiß, dass ich in letzter Zeit sehr viel Ärger mit meinem iPhone bezüglich Bluetooth hatte. Seit dem Update auf iOS 5.1 verbrauchte das Musik/Podcasthören via Bluetoothkopfhörer extrem viel Strom. (15%-20% pro Stunde ohne es nebenbei zu benutzen) Seit dem Providereinstellungsupdate ist dieses Problem auch Geschichte. Ich bin heute morgen nach Frankfurt gefahren und hab insgesamt zwei Stunden Podcast gehört. Und hatte lediglich 15% Akku verbraucht obwohl ich gelegentlich Messages geschrieben und Twitter gelesen habe. Allerdings kann ich mir nicht erklären, was das miteinander zu tun hat. Aber auch hier freut es mich.

Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen.

(Ich hasse zu lange Texte. Der Text ist zu lang. Ich bin ein Freund von tl;dr’s. Am besten noch vor dem eigentlichen Text.)

tl;dr: Ein Gesetz, das Politiker zwingt ihre Versprechen zu halten, wäre eine tolle Sache. Die Dokumentation des Verhältnisses von Versprechen und ihrer Einhaltung in tabellarischer Form für jeden einsehbar, halte ich für geschickt. Mehr Transparenz und so.

Diese Landtagswahl heute/gestern hat mich nachdenklich gemacht. Dabei möchte ich gar nicht auf das Ergebnis eingehen. (Das spricht für sich.) Vielmehr möchte ich auf Norbert Röttgen und Hannelore Kraft eingehen (und das auch eher indirekt). Röttgen hat es nie ausgesprochen, aber allen war klar, dass wenn die CDU keinen deutlichen Wahlerfolg in NRW hevorbringt, dann wird er zurück nach Berlin kehren. So ähnlich hat es Renate Künast letztes Jahr bei der Wahl des Berliner AGH getan. Jetzt nach dem Erfolg der SPD durch Frau Kraft wird diese (angeblich) parteiintern als weitere mögliche Kanzlerkandidatin gehandelt. Sie hat eben im Fehrnsehen all dies abgestritten bzw. versprochen, ihren Job in NRW zu erledigen und sich nicht von den süßen Früchten einer Bundeskanzlerinnenkandidatur locken zu lassen.

Ich gehe davon aus, dass sie ihr Wort hält. Alleine schon deshalb weil, die SPD bis anfang 2013 ihren Kanzlerkandidaten vorstellen möchte und überhaupt nicht genug Zeit verstreichen würde, die die Wähler solche Versprechen vergessen lassen würde (oder?).

Im Zuge dieser Sachlage musste ich darüber nachdenken, wie das denn generell so ist, mit den Versprechen und der Politik. Versprochen wird einem immer ganz viel. Aber was wäre (und jetzt kommts), wenn gesichert wäre, dass Politiker ihre Versprechen einhalten müssten, nämlich per Gesetz? Das würde z.B. im Falle von Frau Kraft bedeuten, dass sichergestellt wäre, dass auch wenn gegen Ende des Jahres der Ruf aus Berlin kommt, sie erstmal nicht die Möglichkeit hätte, Kanzlerkandidatin zu werden. Um eine gewisse Dynamik der Politik nicht kategorisch auszuschließen, könnten Politiker, die ihr Versprechen brechen oder sagen wir mal „optimieren“ möchten das Volk befragen. (beispielsweise durch ein Tool wie Liquid Feedback). Im Fall Kraft könnte das heißen, dass sie, falls sie sich umentscheidet, die Wähler fragen könnte, ob sie nicht doch nach Berlin gehen dürfe. Das ganze hätte dann hoffentlich zur Folge, dass mit etwas mehr Inhalt Wahlkampf geführt würde und dass die Wähler auch weiterhin die Kontrolle behalten könnten und nicht der Politik schutzlos ausgeliefert wären, ohne eine „Versicherung“ zu haben, dass Politer auch tun, was sie ankündigen.

Ich spinne gerade etwas herum, das weiß ich. Ich weiß nicht genau, wie ein solches Gesetz aussehen soll bzw. wie dann ein Versprechen definiert wird, sodass es durch das Gesetz eingehalten werden muss. Aber vielleicht wissen das ja andere.

Alternativ oder aber auch zusätzlich zu dieser Idee wäre eine genaue Statistik und Buchführung interessant, die das Verhältnis von Aussagen/Versprechen zu ihrer Einhaltung/Durchsetzung darstellt. Also quasi eine Tabelle, die mir anzeigt wie viel Prozent seiner Versprechen hat Politiker XY auch gehalten. Das würde den Bürgerinnen und Bürgern wesentlich mehr Kontrolle und Transparenz bieten. Somit wäre scheller verifizierbar, wenn ein Politiker beispielsweise in einer Talkshow sitzt und Behauptungen aller Art aufstellt.

Definition von Leistung

Bezug: Diskussion von @343max und @plomlompom vom 23.03.2012 darüber ob/warum eine Putzfrau weniger nach Leistung bezahlt wird, als ein Künstler (oder eben nicht)

@343max scheint der Ansicht zu sein, dass ein Künstler der etwas erschafft (soweit das möglich ist) auch nach der Veröffentlichung seines Werkes bezahlt werden soll; nämlich jedes mal dann, wenn jemand eine Kopie davon erwirbt. Die erwähnte Putzfrau hingegen erbringt (soweit ich das Verstanden habe) eine Leistung, für die sie einmalig nach Vertrag bezahlt wird. Sie wird aber eben auch immer nur dann bezahlt wenn sie ihre Arbeit des Reinigens verrichtet hat.

@plimlompom stellt, so wie ich das sehe, Künstler und Putzfrau auf eine „Leistungsebene“. Sprich: Auch die Putzfrau hat einen Anspruch darauf, dass ihr Werk (z.B. ein sauberer Fußboden) Nachhaltigkeit genießt und jedes mal wenn jemand ihr Werk genießt (also z.B. den Fußboden betritt) entlohnt wird.

Jetzt ist halt die Frage: Was ist denn Leistung? Letztendlich besteht die Leistung des Künstlers darin sein Werk zu schaffen. Und dafür wird er ja nach Vertrag bezahlt. Warum sollt er also jedes weitere Mal bezahlt werden, wenn jemand sein Werk hört/haben will. Seine Leistung ist also eigentlich in dem Moment, wo das Album oder was auch immer veröffentlich wird, beendet. Bei der Putzfrau hingegen fließt kein weiteres Geld, obwohl Leute ihr „Werk“ weiterhin genießen.

Ist denn die Leistung der Putzfrau weniger wert, als die des Künstlers? Oder umgekehrt?

Solange wir nicht genau sagen können, was Leistung ist, die bezahlt werden soll/muss, kommen wir in der Diskussion nicht weiter.

Mail auf dem iPhone

Es haben bestimmt alle mitbekommen: Apple musste aufgrund einer Patentklage die Push-Funktion in iCloud-Mail deaktivieren. Alle haben sich darüber furchtbar aufgeregt. Auch ich. Ich kam mir plötzlich so rückständig vor: „Wie? Ich erfahre jetzt nicht in der Sekunde in der ich eine Mail bekomme, dass sie auch da ist? Das ist ja unerträglich. Da verpasst man ja alles Wichtige!“ Doch, ich habe mich geirrt. Rückblickend betrachtet, war die Deaktivierung eine sehr gute Sache. Ich muss gar nicht wissen, ob ich in diesem Moment gerade eine Mail bekomme oder nicht, denn sie ist meistens sowieso nicht allzu wichtig, bzw. es reicht, wenn ich sie erst in ein bis zwei Stunden lese. Der Vorteil an der ganzen Sache ist, dass ich jetzt nicht jedes Mal hochschrecke, weil mal eine neue Mail reinkommt. Ich bin wesentlich entspannter und weniger frustriert, denn letztendlich waren es dann doch nur Mails von Amazon und Co, die einen aus der Konzentration herausreißen.

Seit neustem benutze ich Sparrow auf dem iPhone (auf dem Mac benutze ich es schon ein ganze Weile). Da Apple eine Mail-Pushfunktion eines Drittherstellers nicht erlauben, bietet Sparrow fürs iPhone diese auch nicht. Das schöne an der ganzen Sache ist: Ich vermisse nichts. Im Gegenteil. Ich bin jetzt komplett auf Sparrow umgestiegen und habe sogar auf der Apple Mail-App meine Kontodaten ausgetragen für den Fall, dass Push bald wieder aktiviert wird. 🙂

Cameras looking at things

 

Ich hatte die Idee schon vor längerer Zeit. Fragt mich nicht, wie ich darauf gekommen bin, oder warum ich das mache. Ich weiß es nicht. Kennt ihr das Gefühl wenn Mensch etwas tun muss, und er weiß nicht, warum? So geht es mir mit diesem Projekt.

Auf jeden Fall habe ich vor kurzem angefangen Überwachungskameras zu photographieren und sie auf cameraslookingatthings.tumblr.com hochzuladen. Gestern Mittag hab ich das dem @Herbstrevolver erzählt. Er hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man auf Tumblr-Blogs Einsendungen erlauben kann. Einsendungen halte ich für eine famose Idee.

ALSO, wenn jemand Teil an meinem Kunstprojekt cameraslookingatthings teilnehmen möchte, der kann Überwachungskameras photographieren und sie dort einreichen.

Spread the News!

Mail an Spiegel Online: Flash ist tot

Ich habe eben eine Mail an die SpOn Redaktion geschrieben und ich hoffe, dass diejenigen, die ein ähnliches Anliegen haben, es mir gleich tun.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie sie eventuell mitbekommen haben stellt die Firma Adobe die Entwicklung des Flashplayers ein. Ich hab vor kurzem Flash von meinem Computer verbannt, da es unsicher, langsam, fehleranfällig und unnötig ist, da Videos mittlerweile ohne Flash abgespielt werden können. Viele Webseiten bieten dies auch schon an. (Zeit.de und Süddeutsche.de z.B.) Sie, verehrte SpOn-Redaktion, bieten dies nur an, wenn man mit einem mobilen Gerät, wie iphone, ipad oder ähnlichem, ihre Seiten besucht. Wenn ich jedoch mit meinem Computer, der kein Flash mehr installiert hat, ihre Seiten besuche, kann ich ihre Videos dennoch nicht anschauen, obwohl dies technisch überhaupt kein Problem wäre.

Ich sehe es nicht ein auf meinem Rechner unsichere Software zu installieren, die überhaupt völlig unnötig ist.

Ich erwarte von ihnen, dass es in Kürze möglich sein wird SpOn auch ohne Flash-Player im vollen Umfang nutzen zu können. Alles andere wäre ein schlechter Scherz.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jan-David Gude

 

(ich weiß, dass Adobe „nur“ den mobilen Flashplayer eingestellt hat, aber wir wissen doch alle, dass das der Anfang von Ende ist 😉 )

Abschreiben und Schwänzen

Es klingt als sei die Rede von faulen Schülern. Von Schülern, die lieber in der Innenstadt rumgammeln, als ihren Pflichten nachzugehen. Aber NEIN es ist nicht die Reden von Schülern, sondern von der allseits beliebten FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin. Diese ist zwar seit mehreren Jahren in diversen Ausschüssen des Europaparlamentes, ist dort aber so gut wie nie anwesend. Natürlich lässt sie sich ihre Abwesenheit trotzdem bezahlen. Da fragt sich einer, was wohl passieren würde, wenn man einfach nicht mehr zur Arbeit gehen würde, sein Geld aber trotzdem weiterbekommen möchte. Als Bürger und somit Gehaltzahler von Politikern fühlt man sich „leicht“ verarscht! Alles wichtige zu der Geschichte im nachfolgenden Panorama-Beitrag:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=q4657WpTajI]

/via abgeordnetenwatch.de

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